An meiner Uni, der Uni Ulm, werden die Speisepläne für die verschiedenen Mensen als PDF bereitgestellt. Wenn man also als iOS-Nutzer wissen möchte, was es heute zu Essen gibt, klickt man sich auf dem iPhone durch eine nicht-responsive Homepage, öffnet eine PDF-Datei, die nicht für kleine Bildschirme angepasst ist und findet dann nach einigem Zoomen und Schieben die Speisekarte des Tages.

Diese Prozedur erscheint einem, wenn man sie ein paar hundert Mal durchgeführt hat, sehr aufwändig und unnötig kompliziert.

Da die Uni, oder genauer gesagt das Studentenwerk, keine App für iOS anbietet und ich sowieso einen Grund gesucht hatte, mich mit Apples neuer Programmiersprache Swift zu beschäftigen, habe ich in den letzten Wochen eine App entwickelt, die die Speisepläne der Uni anzeigt. Als Ausgangsdaten verwendet die App dafür von der Fachschaft Elektrotechnik bereitgestellte Daten, die aus den bereitgestellten PDFs extrahiert werden. Vielen Dank an die Fachschaft Elektrotechnik, dass ich mich damit nicht herumschlagen musste.

Da Apple einen nicht zu vernachlässigenden Betrag für den Zugang zum App Store und zu den Beta-Entwicklerwerkzeugen verlangt, habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie ich diese Unkosten zumindest zum Teil decken kann. Die App kostenpflichtig anzubieten finde ich keine gute Idee, da ich finde, jeder sollte Zugang zu den Speiseplänen haben. Einen InApp-Kauf, um eine "Pro"-Version freizuschalten, halte ich nicht für sehr Erfolg-versprechend. Außerdem war mir ehrlich gesagt der Aufwand für die Implementierung zu groß. Vor allem im Verhältnis zu den Einnahmen, die ich erwarten würde.

Übrig bleibt noch die Möglichkeit, Werbung in der App anzuzeigen. Es geht mir aber selbst so, dass mich Werbung in bestimmten Apps sehr stört. Daher möchte ich niemandem Werbung zumuten, wenn ihn diese Werbung vom eigentlichen Inhalt zu sehr ablenkt. Ich glaube aber, ich habe einen guten Kompromiss gefunden: Die App zeigt Werbung an. Die Werbung kann aber auf der Info-Seite ausgeschaltet werden. Ich hoffe, dass diejenigen, die die Werbung nicht stört, die Werbung eingeschaltet lassen und mich dadurch ein bisschen unterstützen. Da ich es aber auch gut verstehen kann, wenn man keine Werbung sehen möchte, bin ich den Anderen auch nicht böse.

Für einen ersten Versuch habe ich mich für Apples iAd entschieden. Ich weiß bisher nicht, wie viel Geld ich pro Einblendung eines Werbebanners erhalte. Ich bin gespannt, wie viele Einblendungen die App generiert und, ob ich meine Kosten damit auch nur ansatzweise decken kann. Ich werde zu gegebener Zeit darüber berichten.

Die App wird so bald wie möglich veröffentlicht und sollte, wenn alles gut geht, mit der Veröffentlichung von iOS 8 im App Store erhältlich sein.

Ich hoffe, ich kann das Alltagsleben an der Uni Ulm so ein bisschen besser machen.